ÜBER MICH

Nach dem erfolgreichen Abschluß eines Studiums an der Hochschule für Graphik und Buchkunst, Leipzig, Abteilung Photographie als Diplom-Photographiker und einem kurzen Intermezzo als Mitarbeiter an den Museen der Stadt Gera gründete ich 1978 das Atelier „PhotoDesign Ulrich Fischer“, arbeite seitdem freiberuflich und wurde Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR.
Von Beginn an war mir eine für mich vernünftige Balance zwischen  photographischer „Erwerbsarbeit“ und freier Photographie sehr wichtig.
Bestand bis in die 1990-er Jahre mein Schwerpunkt auf dem Gebiet der Arbeit für Museen (Ausstellungskataloge, Plakate, Architektur, etc.), kam später die Industrie-Photographie dazu.
Ein sehr wichtiger Aspekt meiner photographischen Tätigkeit ist die Arbeit an freien Themen, die immer im eigenen Auftrag entstehen, in Ausstellungen präsentiert werden und dem Kunstmarkt zur Verfügung stehen. Ausgedehnte Reisen führten mich zum Beispiel in den Fernen Osten Rußlands - die Städte Wladiwostok, Chabarowsk und Irkutsk waren Ausgangspunkt mehrwöchiger Photoexkursionen. Entstanden ist eine umfangreiche Serie Gelatinesilber-Abzüge, Objekte, mehrfarbiger Serigraphien und eine Publikation „Bilder aus einem fremden Land“ im Eigenverlag.
Im Ergebnis einer Studienreise durch den Westen der USA habe ich ebenfalls im Eigenverlag das Buch „wide open spaces“ (31 Silbergelatine-Prints) herausgegeben.
Aber es ist nicht nur die unberührte Landschaft, die mich an diesem Land interessiert. Die Zwiespältigkeit bei der Betrachtung der "monuments" in Washington D.C. haben ihre bildnerische Umsetzung z.B. in der Serie "When the heroic becames banal" gefunden. 
Kanada, Frankreich (Bretagne und Provence), Italien, Portugal und immer wieder Norwegens herbe Landschaft sind Ziel meiner Auseinandersetzung mit Stimmungen, Dingen und Menschen.
Auch in der Stille und Abgeschiedenheit von Studio und Labor entstehen Bilder, Bilder von Dingen und Prozessen; ihre Verwandlung im Licht; Bilder ohne Kamera, mittels chemischer und physikalischer Prozesse auf eine neue visuelle Ebene erhoben.
Immer wieder sind es Oberflächen und Formen, die meine Aufmerksamkeit erregen.
So auch in dem Projekt im Eigenauftrag: "Die Wahrheit über die Dinge". Hier sind es u.a. florale und kristalline Mikro-Strukturen, die weit über das reine Abbild hinausreichend, Einblicke in die faszinierende Welt eines sich selbst genügenden Kosmos gewähren und den Betrachter in phantastische Welten entführen.
Ein wichtiger Kunde, sowohl vom gestalterischen Anspruch, als auch von der produktiven Zusammen-arbeit blieb lange Zeit das Unternehmen „Präzisionsoptik Gera GmbH“, nun unterbrochen durch meinen Wegzug aus Gera. Hier hat sich in wunderbarer Weise meine photographische Haltung mit den inhaltlichen Forderungen des Unternehmens getroffen (Glas, Linsen, Licht, Makro).
Daneben unterstütze ich weitere Firmen bei der Umsetzung ihres visuellen Erscheinungsbildes, wie z.B. „Hollerung Restaurierung GmbH” (Kalenderproduktion, Internetpräsenz).
Die Museen bleiben nach wie vor mein bevorzugtes Arbeitsgebiet. Als besonders intensiv kann ich die Zusammenarbeit mit dem Thüringer Landesmuseum Schloß Heidecksburg, Rudolstadt nennen. In den letzten Jahren sind eine Reihe Publikationen erschienen, an denen ich photographisch mitgearbeitet habe, so z.B. 2013: „Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst“, 2016: „Schloß Heidecksburg“, 2017: „Fürstliches Zeughaus Schwarzburg“  und weitere Kataloge zu Ausstellungsprojekten (Glas, Porzellan, Malerei, Graphik) für die Kunstsammlung Jena, das Museum für Angewandte Kunst Gera und das Museum Leuchtenburg bei Kahla.

Ulrich Fischer, im März 2019